Zeugenvernehmung beginnt.

Als erster Zeuge ist am dritten Prozesstag, dem 31. Juli, ein Mitarbeiter der Bank aus der Londoner Filiale geladen. Er könnte viel dazu sagen, wie das Omega-Geschäft entstanden ist, welcher Zeitdruck geherrscht hat und wie die Mitarbeiter die Vorstände gewarnt haben.

 

10 Gedanken zu „Zeugenvernehmung beginnt.

  • 31. Juli 2013 um 11:54
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    Und wie heisst dieser Mitarbeiter ? Ist das Herr Marti-Sanchez ?

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    • 31. Juli 2013 um 14:42
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      Lieber Bescheidwisser,
      Marti-Sanchez war es nicht. Sie kennen sich gut aus! Marti-Sanchez Anwältin hat ihm gesagt, „er brauche nicht zum Prozess zu erscheinen“. So jedenfalls hat es Richter Tully heute erklärt, dass er den früheren Leiter der Londoner HSH-Niederlassung nicht als Zeuge laden wird. Die Verteidigung von Herrn Visker war darüber nicht erfreut. Rechtsanwältin Gaby Münchhalffen hätte diesen Zeugen gern gehört …
      Heute und in den nächsten Tagen befragt die Strafkammer Marc S. S war 2007 ein Mitarbeiter von Marti-Sanchez und hat die Kreditvorlage zu Omega 55 mit ausgearbeitet. Ob er immer noch in der HSH arbeitet, dazu wollte er mir gegenüber nichts sagen.

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      • 31. Juli 2013 um 18:03
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        Nun, haben Sie es mal bei google mit „Marc S.“ probiert ?

        Herr S. ist jetzt bei der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (verwaltet den SoFFin) als Projekt Manager beschäftigt.

      • 31. Juli 2013 um 20:11
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        Ja, bei einer anderen Business-Plattform präsentiert er sich ausführlich.
        Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass Herr S. ausgerechnet jetzt bei DER Institution arbeitet, die „seine“ Landesbank vorübergehend mit 10 Milliarden Euro gestützt hat. S. hat. Er hat, nach eigenen Angaben im Netz, fast sein gesamtes Berufsleben bei der HSH verbracht, mit Banklehre 13 Jahre. Kurze Zwischenstation bei einer Beratungsfirma und dann Projektmanager bei der Soffin-Nachfolgerin FMSA.
        Interessante Karriere.

  • 31. Juli 2013 um 18:11
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    Vermutlich ist Marc S. auch der „Marc S.“ aus dem Spiegel-Artikel mit der darin zitierten E-Mail vom 18.12.2007: „Um ehrlich zu sein, das ist wirklich verrückt !! Die Bank läuft in ein Geschäft hinein, ohne es wirklich zu verstehen und zu wahnwitzigen Konditionen…..Bin ich durchgeknallt, oder läuft hier was falsch ???“

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    • 31. Juli 2013 um 20:14
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      So offenherzig und frei heraus hat er heute, am 3. Verhandlungstag, gegenüber dem Richter nicht gesprochen. Marc S. wirkte sehr zurückhaltend, hat jedes Wort abgewogen und keines zuviel gesagt, eher zuwenig für meinen Geschmack. Das E-Mail-Zitat zeigt eine ganz andere Seite von ihm, wenn die Mail von ihm ist. Wäre aber sehr plausibel.
      Ist eben eine Parallelwelt.

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      • 31. Juli 2013 um 20:35
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        Nach einem NDR Bericht hat es sich laut Herrn S. bei „Omega 55“ nur um eines aus einer Reihe von RWA-entlastenden Transaktionen gehandelt, die bei der HSH alle im gleichen Zeitraum Ende 2007 abgewickelt worden sind.

        Das Geschäft mit der HRE hatte Herr Dr. Strate ja bereits in seinem Schriftsatz vom 3.2.2010 beschrieben.

        Wie hat das Gericht auf diese Einlassung von Zeuge S. reagiert ?

      • 31. Juli 2013 um 20:51
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        Sie sprechen das Geschäft St. Pancras an, u.a. Nun, die Strafkammer hat das zur Kenntnis genommen. Sie hat nicht weiter nachgefragt. Sie hat sich an Omega 55 gehalten. Aber Tully hatte explizit nachgefragt, ob es weitere Eigenkapital-entlastende Transaktionen gegeben hätte. S. hat das bejaht, einige genannt, und dann ging es weiter.

  • 1. August 2013 um 07:00
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    Ist Herr S. dazu befragt worden, warum und unter welchen Umständen der Omega-55-Deal als Kredit (und nicht als Handelsgeschäft, was es offensichtlich aber war) in die Systeme gebucht worden ist ?

    (vgl. Bericht des Manager Magazins unter dem Titel „Ich brauche Hilfe“)

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    • 1. August 2013 um 07:52
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      Nein, noch nicht. Die Kammer hat gerade erst begonnen, ihn zu befragen. Sicherlich wird das eine der nächsten Fragen sein.
      Aber interessanter Gedanke.

      Antwort

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