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Ein Tag mit Gabriele Müller. Managerin bei der Ersten Abwicklungsanstalt.

30 November 2012
von Dani Parthum

Gabriele Müller leitet seit der Gründung der Ersten Abwicklungsanstalt das Portfoliomanagement.

 

Gabriele Mueller, Erste Abwicklungsanstalt

 

Ich habe Gabriele Müller im Auftrag von Deutschlandradio Kultur am 6. November 2012 nach London begleitet. Auf diesen Tag habe ich Monate hingearbeitet. Bereits Ende 2011 hatte ich bei der Pressesprecherin der Ersten Abwicklungsanstalt Interesse angemeldet, Frau Müller einen Tag lang über die Schulter sehen zu dürfen, um darüber zu berichten, wie die Arbeit der Abwickler Tag für Tag aussieht. Viele Monate später, mit einem Vorab-Kennenlerntreffen in den Büros der Abwicklungsanstalt dazwischen, stand der Termin schließlich — und wir sind geflogen.

Die 48jährige studierte Volkswirtin hat eine der zentralen Aufgaben in der Ersten Abwicklungsanstalt, der „Bad Bank“ der Westdeutschen Landesbank. Ihr Job ist es, die von der WestLB übertragenen Anleihen, Kredite und komplexen Anlagepapiere zu kennen und den passenden Verkaufszeitpunkt für die einzelnen „Papiere“ den Vorständen zu empfehlen. Müller muss dazu alle diese „Papiere“ durchsehen, kategorisieren und laufend analysieren. Natürlich benutzt die Abwicklungsanstalt dazu Computerprogramme. Aber nichts desto trotz muss die 48jährige ein beachtliches Detailwissen über das Desaster-Portfolio der WestLB haben.

Darüber sprechen — das macht sie allerdings nicht im Detail.

Die Abwicklungsanstalt stellte allerdings an mich eine Bedingung für die Reise: Sie möchte vorab die Aussagen von Frau Müller sehen und gegebenenfalls zurückziehen dürfen. Dass ich überhaupt mitfahren durfte, hat in der Ersten Abwicklungsanstalt sicher einige  Diskussionen erfordert. Es ist für „Bad Banker“ ein enormer Schritt, einen Journalisten so nah heranzulassen, auch, wenn es kontrolliert ist und Gabriele Müller keine brisanten Informationen preis gegeben hat.

Im Vergleich zur FMS-Wertmanagement in München, deren Vorstände der Presse keine Interviews geben, ist das ein großes Entgegenkommen. Auch wenn die Abwicklungseinheiten von uns Bürgern und den Sparkassen getragen werden, wird um das, was sie wieder zu Geld machen müssen, ein Staatsgeheimnis gemacht. Besonders die FMS-Wertmanagement gibt sich wie eine Auster. Und die Öffentlichkeit nimmt es hin.

Sie können den Tag mit Gabriele Müller unter den unten stehenden Links und im Player nachhören.

Klicken Sie dazu auf dieses Audio:

„Ein Tag mit Gabriele Müller

Oder auf den Audio Player:

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Das Foto stammt aus dem Geschäftsbericht 2010 der Ersten Abwicklungsanstalt. Es ist ein Screenshot.

 

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