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HSH Aktienkurs weiter im freien Fall: von einst € 93 auf jetzt € 4,88

9 April 2015
von Dani Parthum

Auch wenn der Vorstand der HSH Nordbank nicht müde wird, öffentlich vor sich herzubeten, die Bank sei zurück in der Gewinnzone, sie habe ein starkes Neugeschäft und ihre Kosten im Griff – wie vergangene Woche zur Bilanzpressekonferenz des Geschäftsjahres 2014 – steht für Beobachter fest: Die HSH sortiert ihr Zahlenwerk für die Öffentlichkeit vor allem durch Rechentricks. (Mehr zur Bilanz 2014 und den schrägen Worten in der Analystenkonferenz gibt es nächste Woche hier auf dem Blog.)

Die wahren Nachrichten über den Zustand der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein tröpfeln nun – nach der Hamburg-Wahl im Februar – nach und nach an die Öffentlichkeit. Aber nur deshalb, weil mal wieder jemand nachgefragt hat, wie es der HSH geht. So wie DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

In einer kleinen Anfrage (siehe Drs. 21/140) kam heraus: Der Wert der Aktien der HSH Nordbank beträgt derzeit noch €4,88.

2014 lag der Wert noch bei €6,69. Das bedeutet ein Minus von 27 Prozent innerhalb eines Jahres. Im Fusionsjahr 2003 wandelten die Länder einen Teil ihrer Stillen Einlagen noch zu einem Aktienpreis von €93,00 um. Ein Absturz und Vermögensverlust für die Länder zwischen 2003 und 2014 von 99,95 Prozent.

Als Totalverlust würde ich das bezeichnen.

Eine Aktie der HSH notiert dabei auf den Nennwert von €10.

„Der Wertverfall der Bank und die darauf zwangsläufigen Abschreibungen auf die Aktienpositionen sind mittlerweile gigantisch und belasten zunehmend die Vermögensbilanz der Stadt“, so die Reaktion von Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der LINKEN-Fraktion. „Das zeigt ganz klar: Die HSH ist für Hamburg nach wie vor das mit Abstand größte Haushaltsrisiko.“

Weil die Aktien der HSH nicht an der Börse gehandelt werden, sondern in den Händen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein und den Sparkassen liegen, ist der Wert der Aktie eine errechnete Zahl; sie ergibt sich nicht aus Angebot und Nachfrage. Wie die Anteilseigner den Wert allerdings genau errechnen, darum machen sie ein Geheimnis. Wie so oft bei „ihrer“ HSH.

 

Ein Kommentar Auch mitreden →
  1. 27. September 2016 @ 9:31

    Mit einem solch schnellen Marsch nach unten hat damals vermutlich niemand gerechnet. Da hat man sich doch einiges mehr von versprochen.

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