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Heiterkeit im HSH-Prozess mit Gerichtsgutachter Prof. Martin Hellmich.

14 März 2014

Bevor es am kommenden Montag, den 17. März, mit dem Strafverfahren gegen die 6 früheren Vorstände der HSH Nordbank weiter geht, noch vorab zur Einstimmung ein Nachbericht auf den 46. Verhandlungstag. An diesem war der zweite Sachverständige des Gerichts geladen, Prof. Martin Hellmich von der Frankfurt School of Finance. Hellmich ist als Mathematiker unter anderem Fachmann für die Bewertun…


Bevor es am kommenden Montag, den 17. März, mit dem Strafverfahren gegen die 6 früheren Vorstände der HSH Nordbank weiter geht, noch vorab zur Einstimmung ein Nachbericht auf den 46. Verhandlungstag. An diesem war der zweite Sachverständige des Gerichts geladen, Prof. Martin Hellmich von der Frankfurt School of Finance.

Hellmich ist als Mathematiker unter anderem Fachmann für die Bewertung von komplexen Verbriefungen. Das Gericht möchte von ihm eine Werteinschätzung des Teil-B von Omega 55 erfahren. Teil-B ist eine komplexe Verbriefung. Die Staatsanwaltschaft wirft den Vorständen vor, dass Teil-B zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns am 24. Januar 2008 (und eigentlich auch schon bei Genehmigung von Omega am 21.Dezember 2007) bereits an Wert verloren hatte — also schon da ein Vermögensschaden eingetreten war, den die Vorstände in Kauf nahmen.

Heiterkeit trotz Sprengkraft

Erstmals herrschte eine lockere, fast heitere Atmosphäre im Gerichtssaal, dabei könnten Hellmichs Einschätzungen eine hohe Sprengkraft für die Angeklagten haben. Und erstmals stellte das Gericht dem Gutachter ein Hilfsmittel zur Seite — einen Projektor, den Hellmich an seinen Laptop anschloss, vermutlich so wie in der Uni in der Vorlesung. Dadurch konnte nicht nur das Gericht und die Angeklagten dem Vortrag des Sachverständigen anders folgen als bisher. 

Gericht setzt erstmals Projektor ein

Vor allem das Publikum i…
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2 Kommentare Auch mitreden →
  1. bescheidwisser permalink
    17. März 2014 @ 22:43

    Mir ist ehrlich gesagt, der Sinn dieses Vortrags nicht ganz klar geworden: Wollte Herr Prof. Hellmich dem Gericht verständlich machen, wie man CDO´s bewertet ? Ich kann mir vorstellen, dass dafür ein Vortrag kaum ausreichen kann.

    Oder sollten die Schwachpunkte der Art und Weise, wie man Ende 2007 in der Bewertung mit diesen Produkten verfahren ist, ausgeleuchtet werden ? Ich würde auch vermuten, dass der Professor nicht unbedingt im Lager der Kritiker diese Produkte und deren Bewertungsmethoden angesiedelt war und ist.

    siehe auch hier, ein Artikel
    „Mit Single-Tranchen-CDOs wird das Leben im Niedrigzinsumfeld erträglicher“ aus dem Jahre 2005

    http://www.portfolio-institutionell.de/newsdetails/article/mit-single-tranchen-cdos-wird-das-leben-im-niedrigzinsumfeld-ertraeglicher.html

    (kommt bestimmt alles wieder, wir haben ja aktuell auch immer noch ein Niedrigzinsumfeld)

    Ich vermute, dass ein Teil der Herren im Vorstand der HSH soweit ausreichend mit den Produkten und deren Schwachstellen vertraut war, dass sie auch den Sinn oder Unsinn der marktüblichen Bewertungsmethode mit Verwendung der Gauss-Copula-Funktion zur Modellierung von Ausfallkorrelationen einschätzen konnten (hat die HSH damals diese Methode verwendet ?).

    Ich finde es bezeichnet, was Paul Wilmott über diese Methode geschrieben hat

    Synthetic CDOs suffer from problems with correlation. People typically model these using a copula approach, and then argue about which copula to use. Finally because there are so many parameters in the problem they say “Let’s assume they are all the same!” Then they vary that single constant correlation to look for sensitivity (and to back out implied cor- relations). Where do I begin criticizing this model? Let’s say that just about everything in this model is stupid and dangerous. The model does not capture the true nature of the interaction between underlyings, correlation never does, and then making such an enormously simplifying assumption about correlation is just bizarre…

    (aus „Where Quants Go Wrong
    A dozen basic lessons in commonsense for quants and risk managers and the traders
    who rely on them“)

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