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Das Kreuz mit den Fragen im komplexen HSH Prozess.

21 August 2013

Alle reden durcheinander

Schon die Fragen des zweiten Richters Volker Bruns an den ersten Zeugen im HSH Prozess führten bei den Verteidigern zu Unmut, manchmal zu großem. Der vorsitzende Richter Marc Tully fühlte sich deshalb am 7. Verhandlungstag dazu genötigt, sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft aufzufordern, stringentere Fragen zu stellen. Außerdem sagte Tully: Er werde bei den Frage…

Alle reden durcheinander

Schon die Fragen des zweiten Richters Volker Bruns an den ersten Zeugen im HSH Prozess führten bei den Verteidigern zu Unmut, manchmal zu großem. Der vorsitzende Richter Marc Tully fühlte sich deshalb am 7. Verhandlungstag dazu genötigt, sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft aufzufordern, stringentere Fragen zu stellen. Außerdem sagte Tully: Er werde bei den Fragen an den Zeugen Marc S. weiterhin großzügig verfahren, großzügig in dem Sinne, dass er auch manipulative Fragen zulassen, ungeschickt gestellte Fragen, Mutmaßungen und Fragen, die möglicherweise unzulässig wären. Denn, argumentierte Tully, der Zeuge lasse sich nach seiner Wahrnehmung nicht davon beeinflussen oder verwirren. 

Diese richterliche Großzügigkeit war auch am heutigen 8. Prozesstag gefragt und gipfelte einmal in dem Ausruf: „Bitte nicht alle durcheinander reden!“

 

Die Staatsanwaltschaft war an der Reihe, dem Zeugen Fragen zu stellen. Karsten Wegerich wählte dabei nach Ansicht der Verteidiger häufig nicht den richtigen Zungenschlag. Sie monierten seine Fragetechnik, sie sei bewertend und stelle Meinungen als Tatsachen hin. Trotz dieser teils unhöflichen Rangeleien konnte Staatsanwalt Wegerich die Umstände weiter konkretisieren, unter denen Omega 55 abgeschlossen wurde. 

Mangelnde Gesprächskultur in der HSH?

So erzählte Zeuge Marc S., dass sein Vorgesetzter in London, Luis-Marti Sanchez, ihm nicht erzählt hätte, warum die Investmentbank Lehman Brother…
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3 Kommentare Auch mitreden →
  1. bescheidwisser permalink
    21. August 2013 @ 19:57

    Sehr interessant ! Danke für das Update.

    Die Staatsanwaltschaft scheint tiefer nachbohren zu wollen – zu den genannten Punkten werden die übrigen Zeugen sicher noch etwas sagen können.

    Nach dem Geschäftsbericht 2007 erhielt die HSH Nordbank im November 2007 von der BaFin die Zulassung für den IRB Advanced Approach zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung von Ausfallrisiken ab dem 01. Januar 2008 – und hätte damit mit der Steuerungsgröße „ökonomisches Eigenkapital“ auch in Bezug auf Omega 55 arbeiten müssen.

    • 22. August 2013 @ 7:40

      Danke für die Info.
      Davon hat der Zeuge nichts erzählt. Die Staatsanwaltschaft „belehrte“ ihn aber, dass es sehr wohl Grenzen in der Bank gegeben habe hinsichtlich des ökonomischen Eigenkapitals, die wohl andere Entscheidungswege verlangt hätten als im Eilbeschluss ein 2,4 Mrd. Euro Geschäft in Kraft zu setzen.
      Die folgenden Zeugen aus der Rechtsabteilung werden viele Fragen zu beantworten haben. Das wird spannend.

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