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Zeuge Marc S.: „Ich war sehr erschöpft.“

14 August 2013

Der Zeuge S. hat an seinem fünften Befragungstermin vor Gericht einen intimen Einblick in sein Arbeitspensum gegeben, das er zu Zeiten des fraglichen Omega 55-Geschäfts zu bewältigen hatte — und in seinen Gemütszustand.Marc S. sagte: Ich war sehr erschöpft, so kurz vor Weihnachten. Ich hatte drei Tage durchgearbeitet, deshalb war ich zu diesem Zeitpunk wohl etwas gleichgültig gegenüber Omeg…


Der Zeuge S. hat an seinem fünften Befragungstermin vor Gericht einen intimen Einblick in sein Arbeitspensum gegeben, das er zu Zeiten des fraglichen Omega 55-Geschäfts zu bewältigen hatte — und in seinen Gemütszustand.

Marc S. sagte: Ich war sehr erschöpft, so kurz vor Weihnachten. Ich hatte drei Tage durchgearbeitet, deshalb war ich zu diesem Zeitpunk wohl etwas gleichgültig gegenüber Omega 55.

Der wieder erwachte „tote“ Deal

Zeuge S. spricht über den 21. Dezember, dem letzten Arbeitstag im Jahr 2007, zu dem Omega 55 unbedingt noch unter Dach und Fach gebracht werden musste. In einer E-Mail, die ihm Richter Bruns vorlas, hatte S. von einem Kollegen erfahren, dass der „Deal mit BNP Paribas tot sei“. Eine Stunde später hieß es dann, ebenfalls per E-Mail: der Deal sei „closed“, also von HSH und BNP Paribas genehmigt. 

Richter Bruns interessierte nun, warum Omega „tot“ gewesen sei und was das Geschäft in dieser einen Stunde wiederbelebt habe. Marc S. erwiederte, dass er „erschöpft“ gewesen sei und nichts mehr mit Omega 55 zu tun hatte, weil er an einem Geschäft mit der Investmentbank Lehman Brothers saß. Er könne deswegen zu den Gründen nichts sagen. Deshalb habe er auf die Mails auch nicht reagiert. 

Really grazy times

Nur wenige Tage zuvor, a…
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2 Kommentare Auch mitreden →
  1. bescheidwisser permalink
    18. August 2013 @ 22:11

    Und welche Beweggründe hatten Lehman Brothers, dass sie Schäden für Ihre Reputation durch dieses Geschäft befürchteten ? Wurde danach nachgefragt ?

    • 19. August 2013 @ 7:50

      Ja, danach wurde gefragt. Aber S. hat es etwas verklausuliert beantwortet.
      Lehman hatte nach Angaben von S. ein Rechtsgutachten erstellen lassen. Dieses kam wohl zu dem Schluss, dass es aus Reputationsgründen zu riskant sei, Ruby abzuschließen. So wie ich den Zeugen verstanden habe, bestand das Referenzportfolio für die Ruby-Transaktion ausschließlich aus Anleihen und Krediten von/mit Banken (bei Omega waren es Kredite an Reeder und US-Bauherren). Da die Finanzkrise schon seit mehr als einem halben Jahr schwelte, der Verbriefungsmarkt eingetrocknet war, wollte Lehman vermutlich nicht ausgerechnet die Ausfallrisiken von Bankkrediten übernehmen. Wie es der Zeuge sagte: Lehman wollte am Ende nicht doof aussehen, doof wohl im Sinne von: nicht gemerkt haben, das Banken arg ins Staucheln geraten sind und Ausfälle mehr als absehbar waren … (Alter Spruch: Greife nie in ein fallendes Messer.)
      Darin bestand, so meine Schlussfolgerung, das Reputationsrisiko.

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