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Hoher Druck: kein Geschäft zuvor war wie Omega.

10 September 2013

Am 14. Verhandlungstag hatten die Richter noch einmal Zeugin Sirka H.geladen, damals Mitarbeiterin der NPNM-Abteilung in der HSH. Im Zentrum der Befragung durch Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung stand das von der Zeugin zusammengestellte Votum zu Omega 55.Dieses Votum pflückte Richter Bruns am Anfang der Befragung Satz für Satz auseinander, wie die Vorstandsvorlage für Omega 55. Das NPNM Votu…


Am 14. Verhandlungstag hatten die Richter noch einmal Zeugin Sirka H. geladen, damals Mitarbeiterin der NPNM-Abteilung in der HSH. Im Zentrum der Befragung durch Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung stand das von der Zeugin zusammengestellte Votum zu Omega 55.

Dieses Votum pflückte Richter Bruns am Anfang der Befragung Satz für Satz auseinander, wie die Vorstandsvorlage für Omega 55. Das NPNM Votum umfasst zwei Seiten. (Aus Gründen des Persönlichkeitsrechts ist nur der Inhalt des Dokuments zu sehen ohne Unterschrift der Zeugin und ihrer Kollegin.)

Wichtige Aussagen der Zeugin Sirka H.:

Teil-A von Omega 55 konnte nicht in den Systemen der HSH einheitlich erfasst werden, nicht in der IT, nicht in der Buchhaltung, nicht im Bank-Controlling. „Das musste manuell erledigt werden. Das war ein Umstand, mit dem wir leben mussten.“

– Die Risikoabteilung konnte das Risiko für Teil-A nur abschätzen aber nicht bestimmen, weil ihr das dafür nötige Bewertungsmodell fehlte. Und die Abteilung hielt das Risiko nur deshalb für vertretbar, weil Teil-A nur kurz laufen sollte (bis April 2008).  

Zeuge Marc S., Koordinator von Omega 55 in London, hatte in einem Telefonat Anfang Dezember 2007 verneint, dass Teil-A und Teil-B von Omega wirtschaftlich miteinander verbunden seien. 

– Das NPNM-Votum datiert vom 14.12.2007. Erst um dieses Datu…
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3 Kommentare Auch mitreden →
  1. bescheidwisser permalink
    23. September 2013 @ 9:21

    Im PUA Bericht aus Hamburg (Seite 132) wurde mit Berufung auf das Freshfields-Gutachten ausgeführt:

    „Für den A-Teil wurde am 14.12.2007 die sog. Neue-Produkte-Neue-Märkte-(NPNM)- Freigabe erteilt, der B-Teil hat trotz entsprechender Anfragen keinen solchen Prozess durchlaufen, nachdem sowohl der Markt als auch die Einheit NPNM die Transaktion als vergleichbar mit einer bereits gebilligten Transaktion eingestuft hatten.“

    Wurde dazu etwas gesagt ?

    Das widersprüchliche Verhalten der Zeugin am Ende deutet ja auch darauf hin, dass es möglicherweise eine bewusste Entscheidung war, den zweiten Teil der Transaktion nicht zu prüfen.

    • 23. September 2013 @ 19:28

      Der A-Teil wurde am 14.12. freigegeben, ja. Der B-Teil hat den Prozess nicht durchlaufen. Strittig ist aber, WARUM nicht.
      NPNM hat laut der Zeugin S.H. nicht gesagt, dass sei ein bekanntes Geschäft. Das hat wohl eher die Marktseite, also London, gesagt. NPNM verweist immer wieder darauf, dass über Teil-B zu wenig bis gar keine Informationen vorlagen und deshalb eine Einordnung nicht exakt erfolgen konnte.
      Strittig ist auch, wann NPNM z.B. klar wurde oder die Info erhielt, dass Teil-B keine normale Liquiditätsfaszilität ist, sondern ein „Total Return Swap“, der das Risiko von Marktpreisschwankungen beinhaltet. War es noch Ende Dezember, um den 18. herum oder erst im Januar 2008? Beides ist anders zu bilanzieren und der Swap hätte den NPNM-Prozess durchlaufen MÜSSEN, das sagte Zeugin S.H. ja selbst.
      Hier geht einiges durcheinander.
      Ich werde demnächst mal aufdröseln, wer wann was gewußt haben soll von den Mitarbeitern.
      Manchmal sieht es so aus, als ob der Marktbereich, also London, nicht mit allen Infos rausgerückt ist, um den Prozess eventuell zu beschleunigen …

    • 23. September 2013 @ 19:31

      Zur bewussten Entscheidung, Teil-B nicht zu prüfen. Bewusst war die Entscheidung sicherlich getroffen worden. Aus welchem Grund aber ist eine der entscheidenden Fragen, die die Zeugin eben nicht zweifelsfrei hat beantworten können.
      War es Zeitmangel oder fehlte der Prüfantrag aus London. Vielleicht war es beides und die Zeugin hat pragmatisch entschieden.
      Außerdem: Wissen Sie noch, was sie vor 6 Jahren wann entschieden haben? Da kann auch manches verschütt gehen.

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