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HSH-AR-Chef Mirow: Wird der 23. Okt. zum Tag der Wahrheit?

15 Oktober 2015
von Dani Parthum

Er erwarte eine Entscheidung der EU-Kommission über die Zukunft der HSH Nordbank in den nächsten zehn Tagen.

Das sagte der Aufsichtsratschef der HSH, Thomas Mirow (Screenshot), am Dienstag dem NDR Fernsehen in Kiel in einem Interview am Rande einer Veranstaltung.

HSH Aufsichtsratschef Thomas Mirow im NDR Fernsehen

Gesetz diesem Fall wäre spätestens der 23. Oktober der Tag, an dem die norddeutschen Bürger wissen, wie viel sie der Größenwahn der HSH-Verantwortlichen kosten wird, zumindest die Größenordnung.

Wie formulierte es Thomas Mirow doch treffend gegenüber den Kieler NDR-Journalisten?

„Damals ist ein großer Schaden angerichtet worden, … und der Schaden ist leider noch nicht beglichen.“

„…. ein Schaden angerichtet worden …“ – von wem, fragt man sich sofort. Aktiv als ist ein Schaden angerichtet worden und nicht passiv, durch die Finanzkrise, wie das die Führungsspitzen der HSH Nordbank der Öffentlichkeit immer und immer wieder weis machen wollten und wollen. Die Finanzkrise und die Umstände hätten die Landesbank in die Pleite gezogen — und nicht etwa Größenwahn, Inkompetenz und Nachlässigkeiten der Verantwortlichen, vor allem im Risikomanagement.

Von mind. 25 Milliarden Euro ist die Rede, die die beiden Eigentümerländer der HSH an faulen Kredite wohl abnehmen müssten, damit die EU-Kommission die Landesbank nicht zerschlägt und die erneute Garantieerhöhung auf 10 Milliarden Euro genehmigt. Eine Schätzung mit Blick in die Bilanz.

25 Milliarden Euro. Vielleicht auch mehr. Vielleicht weniger. Mirow wollte dazu nichts sagen. Nicht spekulieren. Woher diese dann kommen? Denn die Länder haben sie ja nicht. Vom Kapitalmarkt, also durch eine Neuverschuldung, abzutragen, irgendwann, von den nächsten Generationen.

Vielleicht springt auch noch der Bund mit einigen Milliarden bei, über den Soffin. Dass es in dieser Richtung Gespräche mit dem Bundesfinanzministerium gegeben hat, darf getrost angenommen werden. Dafür ist die Sache viel zu heikel für die Länder, die durch neue Milliardenkredite die geforderte Schuldenbremse nicht mehr einhalten könnten. Schleswig-Holstein steht schon jetzt fiskalisch unter Beobachtung des Bundes.

 

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