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Mit Deutsche-Bank-Chef Fitschen auf der Anklagebank

28 April 2015
von Dani Parthum

Mit dem heutigen Dienstag, 28. April 2015, steht einer der amtierenden Vorstandschefs der Deutschen Bank – Jürgen Fitschen – mit drei früheren Deutsche-Bank-Vorständen und einem Aufsichtsrat vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München I. Darunter auch die beiden früheren Vorstandschefs Josef Ackermann und Rolf Breuer. Der Vorwurf: versuchter Prozessbetrug und falsche, uneidliche Aussage. (Pressemitteilung zu den Vorwürfen)

Die Strafsache trägt das Aktenzeichen 401 Js 160239/11 und das Verfahren könnte – so schrieb der SPIEGEL am 21.3.2015 – „in die Justizgeschichte eingehen – als einer der spektakulärsten Fälle, die jemals vor deutschen Gerichten verhandelt wurden.“

Die Süddeutsche Zeitung hat zum Prozessauftrakt auf SEITE DREI einen sehr interessanten Artikel zur Institution Deutsche Bank, ihren Verfehlungen (z.B. Zins- und Umsatzsteuer-Manipulationen) und ihrer internen wie öffentlich zwiespältigen Aufarbeitung dieser Verfehlungen veröffentlich. Sehr lesenswert () Aus dem Gerichtssaal berichtet die SZ ebenfalls umfangreich. Auftakt: „Jeder kämpft für sich

Dass jeder für sich kämpft, war im Untreue-Prozess gegen die früheren Vorstände der HSH Nordbank nicht anders. Auch sie hatten keine gemeinsame Verteidigungsstrategie. Im Gegenteil. Die Verteidiger zeigten verbal bei der Schuldfrage auf die anderen Angeklagten. Mal sehen, wie sich das in München entwickelt. (Was im Prozess zur Sprache kam, dazu habe ich kürzlich ein Buch veröffentlicht: DR. NO und die Unschuldigen)

Die Verteidigung jedenfalls rechnet mit Freispruch. Die Vorwürfe wurden zurückgewiesen. Einer der Verteidiger erwartet einen „kurzen Prozess“. Angesetzt ist er von der Wirtschaftsstrafkammer bis September dieses Jahres.

 

 

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