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Nonnenmacher redet. Und redet sich mit Datum heraus.

3 September 2013

Dirk Jens Nonnenmacher hat in seiner Rede am 2. September, dem 12. Prozesstag, im Großen und Ganzen das wiederholt, was er bei früheren Gelegenheiten zu seiner Rolle beim Geschäft Omega 55 bereits gesagt hatte, in den Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen in Hamburg und Kiel beispielsweise. Eigene Fehler, organisatorische Mängel in der Bank und die fehlende Risikokultur sprach er aber nicht an. Etwa…


Dirk Jens Nonnenmacher hat in seiner Rede am 2. September, dem 12. Prozesstag, im Großen und Ganzen das wiederholt, was er bei früheren Gelegenheiten zu seiner Rolle beim Geschäft Omega 55 bereits gesagt hatte, in den Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen in Hamburg und Kiel beispielsweise. Eigene Fehler, organisatorische Mängel in der Bank und die fehlende Risikokultur sprach er aber nicht an. 

Etwas Neues war dennoch dabei. Die Sache mit dem Datum auf der Vorstandsvorlage für Omega 55. Im Datum liegt eine gewisse Sprengkraft. 

Die Sache mit dem Datum: viel später unterschrieben

Nonnenmacher besteht jetzt darauf, dass er bei der Vorbereitung auf den Prozess sich das Schriftstück noch einmal genauer angesehen und die Umstände rekonstruiert hat. Dabei sei ihm aufgefallen, dass er die Vorstandsvorlage erst am 29.12.2007, in seinem Weihnachtsurlaub, unterschrieben haben, gleichzeitig mit anderen Dokumenten, und nicht, wie bisher angenommen, am 19.12.2007. Das Datum sei also falsch.

Die Vorstandsunterschriften unter Omega 55

So haben die Vorstände Omega 55 gezeichnet

 

Mit seiner Unterschrift habe er das Überkreuzgeschäft auch lediglich „zur Kenntnis genommen“, sagte Nonnenmacher. Denn seiner Ansicht nach war es längst genehmigt, weil es als „Eilbeschluss“ deklariert war – von Immobilienvorstand Peter Rieck. Nach den internen Zuständigkeitsregeln der HSH stimmt das. 

Ein Geschäft im Eilbeschluss, so heißt es dort, brauch…
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2 Kommentare Auch mitreden →
  1. bescheidwisser permalink
    6. September 2013 @ 20:01

    Ich finde es auffällig, dass Herr Nonnenmacher immer dann wenn es eng wird, auf einmal kein Experte für das jeweilige Thema sein möchte. Bereits in der Vergangenheit wurde ja festgestellt, dass er zum damaligen Zeitpunkt angeblich kein Kapitalmarktexperte war. Nun also auch „kein Sachverständiger bei der aufsichtsrechtlichen Risikoerfassung und Kapitalunterlegung“.

    Nun ja. Grundkenntnisse in den genannten Themen werden aber sicher zur der erforderlichen Qualifikation als Geschäftsleiter gehören – zumal bei einem Institut der Größenordnung der damaligen HSH Nordbank.

    KWG 13a Abs 1 Satz 3
    Für ein Handelsbuchinstitut besteht ein Gesamtbuch-Großkredit, wenn die Gesamtheit der Kredite an einen Kreditnehmer (kreditnehmerbezogene Gesamtposition) 10 vom Hundert der Eigenmittel erreicht oder überschreitet;

    Nach dem Geschäftsbericht der HSH betrugen die Eigenmittel 12,9 Mrd Euro zum 31.12.2007 – 10% davon wären also 1,29 Mrd Euro.

    Selbst wenn man vom Vorstand vielleicht nicht erwarten kann, dass er die Einzelheiten der Vorschriften über Großkredite im Detail kennt, so ist doch vielleicht eine Art „Überschlagsrechnung“ zumutbar und bei Geschäften in dieser Größenordnung geboten ?

    • 6. September 2013 @ 20:16

      Auf mich wirkt sein „Nichtexpertentum“ auch nicht glaubwürdig. Wer in einer so gehobenen Position arbeitet und Finanzvorstand ist, der MUSS Kenntnisse aufsichtsrechtlicher Natur haben, schon aus professioneller Neugier. Bei Prof. Nonnenmacher ist es schon dreimal nicht glaubwürdig, weil er, ja wie es scheint, ein sehr heller Kopf ist. Promotion und Habilitation innerhalb von 2 Jahren, dazwischen ein Medizinstudium etc. Und dann will er nicht viel Ahnung haben, wie Aktiva mit Eigenkapital zu unterlegen sind? Nunja.

      Und die Sache mit dem Großkredit. Hier führt Nonnenmacher das Argument ins Feld, das am Ende alle Banker anbringen: Es ist VIEL komplexer, als es aussieht, hier: zu berechnen, was ein Großkredit ist. Und es geht eben nicht einfach mal so, wie Sie das getan haben, so überschlagsmäßig, und wie ich es tun würde. Nein, so einfach ist es nicht, sagt der Prof. Da lohne sich „ein Blick auf die komplizierten Großkreditrichtlinien der §§ 13 KWG ff“. Was an der Berechnung so kompliziert ist, erklärte er aber nicht. Stattdessen teilte er lieber aus, von oben herab.

      Vielleicht befragt ihn das Gericht ja nochmal dazu, Schriftlich, versteht sich. Obwohl er vor den Parmlamentarischen Untersuchungsausschüssen auch frei geredet hat. Aber da war er ja nicht offiziell angeklagt.

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