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Richter Tully: „Was haben Sie sich dabei gedacht?“

17 Dezember 2013

Als ob der vorsitzende Richter Marc Tully meinen „Blog-Hilferuf“ vom 4. Dezember gehört oder gelesen hätte! 

Eigentlich alle Zeugen gehört 

Am Ende der Zeugen-Befragung am 31. Verhandlungstag, dem 16. Dezember, wandte sich der Vorsitzende Richter Marc Tully an die 6 Angeklagten und ihre Verteidiger. Er brachte ihnen in seiner ruhigen Art nahe, dass doch jetzt eigentlich alle wichtigen Zeugen gehört seien, dass das Gericht dabei erfahren habe, wie Omega entstanden ist, dass es versucht habe, die Umstände zu klären und es Zeit werde, das Geschäft Omega 55 und die Rolle der Vorstände von „Oben“ zu betrachten. 

Tully wendet sich an die Angeklagten

Das Entscheidende aber wüßte das Gericht noch nicht. Und das wäre, so Marc Tully wörtlich: Was haben Sie sich dabei gedacht, als Sie das Kreditprotokoll unterschrieben haben? Und auf welcher informativen Basis?

Tully wünscht sich deshalb in den nächsten Verhandlungstagen, das heißt im neuen Jahr 2014, Stellungnahmen von den Vorständen, vor allem von denen, die bisher noch nicht viel zum Sachverhalt gesagt haben.  

Das wären Peter Rieck (Ex-Immobilienvorstand), Bernhard Visker (Ex-Firmenvorstand), Joachim Friedrich (Ex-Kapitalmarktvorstand) und Hartmut Strauß (Ex-Risikovorstand). Hans Berger (Ex-Vorstandschef) und Dirk Jens Nonnenmacher (Ex-Finanzvorstand) hatten bereits eine Stellungnahme abgegeben, der eine umfangreicher als der andere. 

Sollten sich die Vorstände entschließen, nichts zu erklären, dann müßte das Gericht mutmaßen, schob Tully hinterher.
 

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