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Urteil ohne Rechtsfrieden: So begründete das Gericht seine Freisprüche.

10 Juli 2014
von Dani Parthum

Der Vorsitzende Richter der 8. Strafkammer, Marc Tully, fackelte nicht lange, als er pünktlich 10 Uhr mit seinen Richterkollegen und den beiden Schöffen den Gerichtssaal betrat. Er ließ die Fotografen und Kameramänner ihren Job erledigen, dankte ihnen und bat sie dann hinaus. Um daraufhin unverzüglich aufzustehen und ohne Umschweife zu verkünden: Die Angeklagten werden vom Vorwurf der Untreu…


Dr Marc Tully

Richter Marc Tully

Der Vorsitzende Richter der 8. Strafkammer, Marc Tully, fackelte nicht lange, als er pünktlich 10 Uhr mit seinen Richterkollegen und den beiden Schöffen den Gerichtssaal betrat. Er ließ die Fotografen und Kameramänner ihren Job erledigen, dankte ihnen und bat sie dann hinaus. Um daraufhin unverzüglich aufzustehen und ohne Umschweife zu verkünden:

Die Angeklagten werden vom Vorwurf der Untreue in besonders schwerem Fall bzw. der Bilanzfälschung freigesprochen

Was für eine Überraschung. Tully machte dann auch gleich am Anfang eines klar, dass die Berufsrichter mit Eröffnung der Klage 2013 die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als bestätigt ansahen, dass die Kammer aber nach der Hauptverhandlung das jetzt anders sehe. (Fachlich geschulten Ohren und Kenner des wortgewandten Richters ist hier Tullys Unterscheidung zwischen Berufsrichtern und Kammer aufgefallen) Jetzt also sehe die Kammer es so:

Die Selbstüberschätzung der Landesbanker und -politiker.

Am Anfang seiner Urteilsbegründung führte der Richter die Zuhörer in die Zeit um das Jahr 2007 und was sie für die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein mit sich brachte – nicht nur die Finanzkrise. Die HSH bereitete sich auf den Börsengang vor und wollte zu den Top 10 (!) der Banken-Welt aufsteigen. 

Retrospektiv war dieser Plan, so Richter Tully mit Blick au…
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3 Kommentare Auch mitreden →
  1. Cap permalink
    10. Juli 2014 @ 10:43

    Liebe Frau Parthum,
    vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diesen Prozess zu begleiten und zu dokumentieren.
    Ihre persönliche Meinung wird zwar an vielen Stellen Ihrer Berichte deutlich – vielleicht kann man von keinem Standpunkt aus immer neutral bleiben: über einen zusammenfassenden Kommentar von Ihnen würde ich mich trotzdem sehr freuen.
    Schönen Sommer
    Ein treuer Leser

  2. Klugschnacker permalink
    13. Juli 2014 @ 18:50

    Liebe Frau Parthum,
    dafür, dass Sie über einen langwierigen Prozess mit teilweise schwieriger Materie kontinuierlich (meist) sachgerecht berichtet haben, trotz persönlicher Anfeindungen, gebührt Ihnen Dank. Besonders, weil die Großen der Medienlandschaft sich nicht die Mühe machten, über ein Thema, das juristisches Neuland berührte zu berichten. Halten Sie weiter die Fahne des freien Journalismus hoch und ich werde ein dankbarer Leser Ihrer Berichte sein. Bleiben Sie auch bei dem Revisionsverfahren am Ball.

    Grüße von einem häufigen Prozess- und Kantinenbesucher

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