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Verteidiger: Hans Berger kann „nicht verantwortlich“ gemacht werden.

5 Juni 2014

Am Ende wird in Strafprozessen plädiert. Erst redet die Staatsanwaltschaft, dann die Verteidigung. Für Zuschauer eine spannende Erfahrung. Gerade beim Plädoyer können Verteidiger alle Register ihres Könnens ziehen und auch ihren Mandanten zeigen, wie überzeugend sie sind und rhetorisch versiert. Als erster Verteidiger sprach Otmar Kury.Kury vertrat damit seinen Mandanten Hans Berger selbst im Schlusswort standesgemäß, denn Berger führt…


Am Ende wird in Strafprozessen plädiert. Erst redet die Staatsanwaltschaft, dann die Verteidigung. Für Zuschauer eine spannende Erfahrung. Gerade beim Plädoyer können Verteidiger alle Register ihres Könnens ziehen und auch ihren Mandanten zeigen, wie überzeugend sie sind und rhetorisch versiert. Als erster Verteidiger sprach Otmar Kury.

Kury vertrat damit seinen Mandanten Hans Berger selbst im Schlusswort standesgemäß, denn Berger führte die Nordbank viele Jahre als Vorstandschef und war damit ihr Repräsentant. Kury ist bekannt für seine feine Gedankenführung und wertende Redekunst. 

10 Kapitel für Hans Bergers Unschuld

Hans Berger (l.) mit seinem Verteidiger Otmar Kury.

Hans Berger (l.) mit Verteidiger Otmar Kury im Gerichtssaal – kurz vor dem Plädoyer.

Fast zwei Stunden nahm sich der Verteidiger Zeit, um auf das Plädoyer der Staatsanwaltschaft zu antworten, die er in Verteidigermanier als „entfesselte Verdächtigungsrede“ gebranntmarkt hatte. Er zerpflückte den Hinweisbeschluss des Gerichtes mit dessen rechtlicher Einschätzung und stellte fest, dass sein Mandant Berger „nicht verantwortlich gemacht werden“ kann im Sinne der Anklage, weil er über kein tatbezogenes Sonderwissen verfügte, ihm keine Informationen bei seiner Unterschrift fehlten und Berger auch keine Verpflichtung hatte, die Rechtsabteilung aktiv zu konsultieren – er durfte auf die Mitarbeiter vertrauen. 

Für dieses Fazit arbeitete er sich in 10 „Kapiteln“ durch rechtliche, wirtschaftliche und fallbezogene Aspekte. Er hatt…
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2 Kommentare Auch mitreden →
  1. Gregor Schmidtbaur permalink
    9. Juni 2014 @ 16:26

    Ich möchte das als Laie kurz verstehen:

    Zitat Hamburger Abendblatt:
    „Wegen der hohen Summen, die im Spiel waren, musste der gesamte HSH-Vorstand „Omega 55“ abzeichnen“…

    Denkt man als Laie: Gut, warum macht man sowas? Bestimmt, um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren. Sehr lobenswert. Je mehr Leute mit Sachverstand – bspw. der Vorstand der HSH – dann da mal draufschauen desto geringer ist das potentielle Risiko. Kompletter Schwachsinn fällt damit durch und wenn mir was durchgleitet, dann ist ja da noch der komplette HSH-Vorstand. Die können auch was beitragen. Sonst wäre die Regel ja sinnlos. Man braucht ja keine Unterschriften für gar nichts. Also nur so zur Kenntnisnahme von wegen ‚ich bau dann mal ein AKW in eine Taifun-Einflugschneise – unterschreib das mal‘. Das braucht nun wirklich keiner. Man denkt, die wissen mindestens, dass AKW in Taifun-Einflugschneise ne dumme Idee ist.
    Zumal – man will denen ja auch helfen, dazu ist man da, schliesslich wurde die Bank von Ihnen ja schon so tief in die Miesen geritten, da muss man was tun. Auch das Unmögliche andenken. Und dann mal vorstellen. Sowas wie Omega 55.

    Stellt sich raus:
    Da war gar kein Sachversstand – die konnten alle nur ihren Namen aufschreiben – so frühstücksdirektorenmässig.
    Und weil die dachten, es wird nur geprüft, ob man seinen Namen sauber aufschreiben kann, wehren die Namensaufschreiber sich nun dagegen, dass sie auch mit dem Inhalt etwas zu tun haben müssten oder gar beurteilen hätte sollen, ob das zu Unterschreibende sinnvoll und zweckmässig ist oder zu riskant.

    Die haben einfach das Kästchen mit Frühstücksdirektor gesucht und dann da ihren Namen hineingeschrieben.
    Verantwortung haben schliesslich die, die sich das ausgedacht haben. Das Unmögliche. In dieser Krise. Die wollen nichts weiter, als eine schnelle Unterschrift im Feld Frühstücksdirektor, damit sie mal richtig loslegen können. So volle Lotte Risiko. Nachfragen nachforschen, generell alles, was nach verantwortungsbewusstem Handeln ausschaut – das hindert da nur.
    Zum Krise meistern sind schliesslich die da da. Die ohne Unterschrift – mitsamt ihren verrückten Ideen.

    Mit dieser Maxime kann man alles unterschreiben – ohne das kleinste bischen Verantwortung übernehmen zu müssen. Wunderbar. Ich werde Frühstücksdirektor.

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  1. Plädoyer: Angeklagter Hans Berger war &quo...

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